Dienstag 21 Februar 2006
 Doppelausgabe von „Kunstschnee“ mit Michael Zachcial
HILDESHEIM. Nichtwähler aus Bequemlichkeit findet man überall. Eher selten sind Nichtwähler aus Überzeugung. Letzteres wäre Michael Zachcial, wenn man seinem Text glauben darf: „Ich gebe meine Stimme nicht ab, ich brauche meine Stimme nämlich selber.“ Gut, dass er sie behalten hat. Denn mehr als seine Stimme und eine Gitarre braucht der mehrfach ausgezeichnete Liedermacher nicht, um starke Musik zu machen. In der Reihe „Kunstschnee“ im Galgenberg-Restaurant stellt er das gleich doppelt unter Beweis: als Herr Zaches im Kinderprogramm und als Zachze mit Chansons und Balladen für Erwachsene. Zuerst kommt Herr Zaches: der Mann, „der die Suppe in die Tüte tut, Tüte tut, Tüte tut“, der vom „BärNilpferdSchwanKänguruhGnu“ singt und dann seine Zunge beim Zwischenspiel „entknoten“ muss. Lautmalerische und komische Rezitative, gemischt mit eingängigen Refrains und ergänzbaren Reimen - das ist das Erfolgsrezept, mit dem Herr Zaches zum Mitmachen animiert. Klatschend, singend, trampelnd und dichtend ist das Publikum mittendrin im Rhythmus statt nur dabei.
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